Die 11 wichtigsten Dinge für den Motorrad Führerausweis in der Schweiz

Bild eines Motorrades, Typ Piaggio Vespa.

Auch Lust auf die Freiheit auf zwei Rädern? Den Wind im Gesicht? Mit dem Roller schneller durch den Verkehr? Dem Motorrad auf eine Tour durch Spanien? Mit der Vespa an die Aare?

Wir lieben alles was zwei Räder hat. Daher haben wir im folgenden Artikel die 11 wichtigsten Dinge für den Motorrad Führerausweis für dich zusammengefasst.

1. Welches Motorrad ist das richtige?

Vielleicht weisst du bereits mit welchem Motorrad du zukünftig in der Welt herumkurven willst. Dann erübrigt sich diese Frage natürlich 🙂 Falls du unsicher bist, empfehlen wir dir, bei verschiedenen Motorrad Fachgeschäften vorbeizuschauen um ein Verständnis zu entwickeln, welche Art von Motorrad dir am meisten zusagt. So lernst du auch gleich wie wichtig die richtige Grösse ist, und welche Motorräder für Fahranfänger:innen optimal sind. – Wir haben am Ende dieses Artikels eine Auswahl an Fachgeschäften für dich zusammengestellt.

2. Welchen Führerausweis brauchst du?

Da du nun weisst, welches Motorrad du fahren wirst, musst du dich um den Führerausweis kümmern. In der Schweiz gibt es 2 Hauptkategorien für Motor(fahr)räder, und eine Handvoll Unterkategorien, je nachdem, welche Leistung dein fahrbarer Untersatz hat. Hier kurz die Übersicht:

Art des MotorradesKategorie
Töffli (Mofa)M
Motorrad unter 11kW/125ccm (Vespas, Roller, Scooter, “kleine Motorräder”A1
Motorrad bis 35kWA-
Motorrad über 35kWA
Übersicht Motorrad Führerausweise Schweiz

Was du für die jeweiligen Führerausweise machen musst, haben wir in kurzen Anleitungen bereits aufgeschrieben: Kategorie A1 und Kategorie A.

3. Schutzausrüstung

Dein Leben und deine Gesundheit, und das Leben und die Gesundheit der anderen Verkehrsteilnehmenden ist wahnsinnig wichtig. In der Schweiz ist zwar nur ein zertifizierter Helm (achte beim online Kauf darauf) obligatorisch, bei der praktischen Prüfung wirst du aber auch Motorrad Handschuhe, Schuhe/Stiefel, Motorrad Jacke und Hose dabei haben müssen.

4. Fahrschule

Sobald du alles beisammen hast, wird es Zeit eine Fahrschule zu suchen. Wir empfehlen dir, dies zu tun bevor du zu viele Kilometer unter den Reifen hast, damit du von Anfang an die richtigen Abläufe kennenlernst. Nach den ersten Fahrstunden kannst du dich so perfekt vorbereitet auf der Strasse bewegen und die gelernten Aspekte üben. Achte bei der Wahl deiner Fahrschule darauf, dass die Fahrlehrer:innen erfahren sind, und Motorrad Fahrstunden nicht nur eine Nebensächlichkeit sind.

5. Nothelfer Kurs

Den Nothelfer Kurs musst du nur für die Kategorien A und A1 machen. Für den Töffli Führerausweis (also Kategorie M) brauchst du ihn nicht. – Falls du Fragen zum Nothelfer Kurs hast, findest du Antworten in unserem FAQ zum Nothelferkurs.

6. Theorieprüfung

Die Theorieprüfung musst du für alle Kategorien absolvieren. Für die Kategorie M musst du nur eine einfachere “Basistheorieprüfung” machen. Für die Kategorien A und A1 die normale Theorieprüfung. Wenn du bereits einen Führerausweis einer höheren Kategorie (zum Beispiel B, Auto) hast, dann musst du die Prüfung jedoch nicht wiederholen. – Falls du Fragen zur Theorieprüfung und deren Ablauf hast, schau dir am besten kurz unser FAQ zur Theorieprüfung an.

7. Grundkurse

Für die Führerausweise der Motorrad Kategorien musst du innerhalb von 4 Monaten nach Erhalt des Lernfahrausweises die Motorrad Grundkurse besuchen. Dort lernst du in kleinen Gruppen verschiedene Aspekte im Umgang mit dem Motorrad, und wie du dich im Strassenverkehr sicher bewegst. – Details zu den einzelnen Grundkursteilen findest du im Grundkurs Abschnitt im FAQ. Nach den Grundkursen wird dein Lernfahrausweis um 12 Monate verlängert.

Ein Verkehrsleitkegel auf dunklem Asphalt.

8. Fahrstunden

Mit deinem Lernfahrausweis ausgerüstet, den Grundkursen absolviert, der Schutzkleidung an und deinem Motorrad unter dir, geht es nun daran dein Wissen zu erweitern und das Gelernte zu festigen. Wir empfehlen dir eine gesunde Mischung aus Fahrstunden bei Fahrlehrer:innen und eigenständigem Lernen. – Wie bereits erwähnt ist es wichtig, dass sich am Anfang keine falschen Automatismen einschleichen, da es schwierig ist, diese wieder loszuwerden. Deshalb: Zuerst zur Fahrschule, dann auf die Strasse und wieder zurück 🙂

9. Verkehrskunde Unterricht

Für die Kategorien A1 und A musst du vor der praktischen Prüfung den Verkehrskunde Unterricht besuchen. Dort lernst du elementare Dinge zum Thema Sicherheit im Strassenverkehr, wichtige theoretische Aspekte im Umgang mit deinem Fahrzeug, und den optimalen Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmenden.

10. Prüfungsvorbereitung

Vor deiner praktischen Führerprüfung empfehlen wir eine Vorbereitungslektion bei deinem:deiner Fahrlehrer:in zu nehmen. Dies erlaubt dir, dich “aufzuwärmen”, die Sinne zu schärfen, und den Verkehr/das Wetter des Tages bereits etwas zu erkunden.

11. Praktische Prüfung

Die praktische Prüfung findet meist in 3er Teams statt: 2 Fahrschüler:innen und 1 Expert:in. Mit einem Funk ausgerüstet macht ihr euch so auf den Weg – meistens zuerst an einen Ort an dem ihr Manöver macht, und danach in den Verkehr.

Fazit

Tja, das sind also unsere 11 wichtigsten Punkte um dich möglichst bald auf 2 Rädern auf der Strasse zu begrüssen. Wir freuen uns, dich in der Gemeinschaft der Töff Fahrenden willkommen zu heissen.

Fragen

Falls du weitere Fragen zum Thema Motorrad Führerausweis hast, dann kannst du dich entweder direkt bei uns melden (wir freuen uns!), oder noch etwas in unserem FAQ zum Motorrad Führerausweis blättern.

Motorrad Fachgeschäfte

Diese Liste von Motorrad Fachbetrieben in Bern ist natürlich nicht abschliessend. Wir empfehlen die Unternehmen aufgrund unserer persönlichen Erfahrung:

Von Marco Gerber

Ich bin seit über 10 Jahren Fahrlehrer in Bern. Menschen auf ihrem Weg zum Führerausweis zu begleiten ist meine Leidenschaft. Mehr zu mir: https://www.bernerfahrschule.ch/fahrlehrer-bern/

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